Zisterne aus Beton B50 W8 selber bauen – Schritt für Schritt Anleitung

Eine Regenwasserzisterne aus Kunststoff reißt unter dem Gewicht des Erdreichs. Eine Zisterne aus Betonringen leckt an den Verbindungsstellen. Eine Zisterne Beton selber bauen mit wasserdichtem Beton B50 W8 – macht weder das eine noch das andere. Eine monolithische Konstruktion ohne Fugen und ohne Verbindungsstücke ist die einzige Bauform einer Zisterne, bei der die Dichtheit nicht von der Qualität des Dichtungsschaums oder davon abhängt, ob der Ausführende beim Verfugen sorgfältig war. Sie hängt ausschließlich von den Eigenschaften des Betons selbst ab. Hier gibt B50 W8 keinen Anlass zur Sorge.

In dieser Anleitung führen wir Sie durch den gesamten Prozess: von der Berechnung des Fassungsvermögens und den Formalitäten über die Materialliste und die Beschreibung der einzelnen Schritte bis hin zum Dichtheitstest und dem Verfüllen. Wenn Sie schon einmal irgendeine Arbeit mit Beton ausgeführt haben, ist dieses Projekt für Sie durchaus machbar!

Warum Beton B50 W8 – und nicht Kunststoff oder Betonringe?

Bevor wir in die technischen Details einsteigen, lohnt es sich, die Frage zu beantworten, die sich die meisten Personen stellen, die dieses Projekt planen: Reicht nicht Kunststoff? Ein Kunststoffbehälter (PEHD) ist in der Anschaffung günstiger und einfacher zu montieren. Doch unter dem Gewicht von 1,5 bis 2 Metern Erdauffüllung verformt er sich – besonders bei höheren Sommertemperaturen. Nach mehreren Dutzend Gefrier- und Auftauzyklen verwandeln sich kleine Verformungen in Mikrorisse. Hersteller geben in der Regel keine Lebensdauer über 25 bis 30 Jahre an.

Haltbarkeit von Betonzisternen

Eine Zisterne aus Betonringen ist mechanisch haltbar, doch jede Verbindungsstelle zwischen den Ringen ist eine potenzielle Leckagestelle. Die Abdichtung der Verbindungsstellen mit Polyurethanschaum oder Gummimastix altert schneller als der Beton. Das Warten undichter Verbindungen bei vergrabenen Ringen erfordert das vollständige Ausgraben der Zisterne. Ein Regenwasserspeicher Beton, der aus B50 Wasserdicht W8 gegossen wird, hat keine Verbindungsstellen in der tragenden Struktur. Wände, Boden und Decke bilden einen einzigen Monolith. Der Wasserdurchlässigkeitswert W8 bedeutet, dass Wasser unter einem Druck von 0,8 MPa nicht durch das Material dringt. In der Praxis ist es unmöglich, dass eine solche Zisterne selbsttätig leckt, wenn sie korrekt ausgeführt wurde. Lebensdauer: über 50 Jahre ohne Reparaturen.

Der Nachteil sind die höheren Materialkosten und die Ausführungszeit. Der Vorteil – dass Sie es einmal machen (theoretisch für immer).

→ Mehr über die Eigenschaften von Beton B50: Beton B50 Anwendung – wofür wird hochfester Sackbeton verwendet?

Zisterne Beton selber bauen und im Garten in der Erde im Sand platzieren

Wie viel Fassungsvermögen benötigen Sie? Rechnen Sie nach, bevor Sie den Spaten ansetzen

Das Fassungsvermögen der Zisterne richtet sich nach der Dachfläche und dem lokalen jährlichen Niederschlag. Die Berechnung des Bedarfs ermöglicht es Ihnen abzuschätzen, wie groß die Zisterne sein muss, die Sie benötigen. Die Formel für eine solche Berechnung ist relativ einfach:

Fassungsvermögen [l] = Dachfläche [m²] × jährliche Niederschlagssumme [mm] × Abflusskoeffizient (0,8)

Für ein Einfamilienhaus mit einem 120 m² großen Dach in Mitteldeutschland (Jahresniederschlag ~600 mm):

120 × 600 × 0,8 = 57.600 l pro Jahr

Aber niemand braucht eine Zisterne für den ganzjährigen Niederschlag. Die Zisterne soll Trockenperioden abpuffern, nicht alles ansammeln. Eine praktische Faustregel: Das Fassungsvermögen einer Regenwasserzisterne sollte dem Bedarf von 3 bis 4 Wochen entsprechen. Bei der Gartenbewässerung (~300–500 l/Woche) und der Toilettenspülung (~400 l/Woche für eine 4-köpfige Familie) beträgt der wöchentliche Verbrauch ca. 700–900 l. Eine Zisterne Beton selber bauen mit 3.000 bis 5.000 l Fassungsvermögen reicht für die überwiegende Mehrheit häuslicher Anwendungen aus.

AnwendungUngefähres Fassungsvermögen
Nur Garten (Bewässerung)2.000–3.000 l
Garten + Toilette3.000–5.000 l
Garten + Toilette + Wäsche5.000–8.000 l
Landwirtschaft / hohe Belastung10.000 l+

Formalitäten vor dem Aushub einer Betonzisterne für Regenwasser

In Deutschland erfordert eine Regenwasserzisterne weder eine Baugenehmigung noch eine Baumeldung, sofern das Objekt nicht dauerhaft mit dem Wassernetz verbunden ist. Ob eine Meldung beim Bauamt erforderlich ist, kann aber vom Bundesland abhängen. In manchen Fällen ist eine Baugenehmigung notwendig. Ein gesondertes Thema ist der sogenannte Notüberlauf. Wenn Sie Überschusswasser in die Regenwasserkanalisation oder in einen Graben ableiten, fragen Sie bei der Gemeindeverwaltung nach den Anschlussbedingungen. Es ist gut zu wissen, dass dies in manchen Gemeinden einer Abstimmung bedarf. Zisterne Beton selber bauen ist formal meistens problemlos. Es lohnt sich auch zu prüfen, ob die Gemeinde ein Förderprogramm für die Regenwasserrückhaltung anbietet. Einige selbst gegossene Regenwassertanks aus Beton kommen häufig in Frage, wenn sie die Mindestanforderungen erfüllen. Dies ist eine gute Möglichkeit, deutlich weniger für die Ausführung zu zahlen.

Material- und Werkzeuglliste für den Bau einer Betonzisterne für Regenwasser

Beton

Für den Bau der Zisterne verwenden Sie ausschließlich B50 Wasserdicht W8 – sowohl für den Boden als auch für die Wände und die Decke. Mischen Sie keine Varianten und ersetzen Sie Teile der Konstruktion nicht durch günstigeren Beton: Die Dichtheit der Zisterne ist nur so gut wie ihr schwächster Punkt.

Ungefährer Bedarf pro 25-kg-Sack:

Element der ZisterneZisterne 3.000 lZisterne 5.000 l
Boden (Stärke 15 cm)~12 Säcke~18 Säcke
Wände (Stärke 15 cm)~28 Säcke~40 Säcke
Decke (Stärke 12 cm)~10 Säcke~15 Säcke
Gesamt~50 Säcke~73 Säcke

Zu beachten ist, dass dies Näherungswerte sind. Die genaue Menge hängt von der Form und den Abmessungen der Zisterne ab. Es empfiehlt sich, etwa 10 % mehr Produkt zu bestellen.

Bewehrung

  • Bewehrungsmatten fi 4–6 mm, Maschenweite 10×10 cm – für Boden und Wände
  • Bewehrungsstäbe fi 8 mm – Ecken, oberer Umfang
  • Betonabstandhalter – gewährleisten eine Betondeckung von mind. 3 cm (ohne sie korrodiert die Bewehrung und sprengt den Beton)

Schalung

  • Schalungsplatte 18 mm – für den Bau der Innenschalung
  • Schalungsöl – erleichtert das Ausschalen nach dem Erhärten des Betons

Alternative: verlorene Styropor-Schalblöcke (ICF) – die Schalung verbleibt in der Konstruktion und dient als Wärmedämmung

Abdichtungen der Durchführungen

  • Bentonitband – an jeder Stelle, an der ein Rohr durch den Beton führt (Zulaufrohr, Überlauf, Saugrohr der Pumpe); ohne dieses werden diese Stellen immer lecken

Optional: kristalliner Abdichtungsmittel (z. B. Penetron, Xypex) – auf den frischen Beton aufgetragen als zusätzliche Sicherung

Werkzeuge

WerkzeugHinweis
Betonmischer min. 130 lNotwendig – manuelles Mischen ergibt uneinheitlichen Beton
BetonrüttlerAbsolut entscheidend – ohne ihn wird die Zisterne nicht dicht sein
Wasserwaage, Maßband, SpachtelStandard
WasserpumpeFalls der Aushub durch Grundwasser läuft
Säge für SchalungsplattenZum Zuschneiden der Schalung

Bau einer Betonzisterne für Regenwasser – Schritt für Schritt

Schritt 1 – Aushub und Vorbereitung des Untergrunds

Abmessungen des Aushubs = Abmessungen der Zisterne + 40 cm auf jeder Seite für Schalung und Arbeitsraum. Die Tiefe hängt vom Fassungsvermögen der Zisterne ab – üblicherweise 1,5 bis 2,5 m. Den Aushubgrund egalisieren und verdichten. Auf dem verdichteten Untergrund eine 10 cm starke Schicht mageren Betons B15 als Sauberkeitsschicht verlegen – das ist die stabile, ebene Grundlage für den eigentlichen Zisternen-Boden. Ohne Unterlage liegt das Bewehrungsgitter auf der Erde und hat die erforderliche Betondeckung nicht. Wenn im Bereich des Aushubs Grundwasser steht, dieses vor dem Betonieren abpumpen.

Schritt 2 – Boden der Zisterne

Nach dem Abbinden des mageren Betons (mindestens 24 h) das Bewehrungsgitter auf Abstandhaltern verlegen. Das Gitter muss 3 cm über der Unterlage liegen – das ist die minimale Betondeckung, die den Stahl vor Feuchtigkeit schützt. Anschließend den Beton B50 W8 in einer Stärke von mindestens 15 cm einmischen und gießen. Jede Füllung mit einem Tauchrüttler rütteln – der Rüttlerschaft soll alle 30–40 cm senkrecht eingeführt werden, bis zu einer Tiefe von 2/3 der Schichtdicke. Rütteldauer an einer Stelle: 5–10 Sekunden, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen.

Beim Boden ein Gefälle von 1–2 % in Richtung des Revisionsschachts oder des tiefsten Punkts der Zisterne ausbilden – das erleichtert das spätere Reinigen.

Schritt 3 – Wände

Dies ist der schwierigste und wichtigste Arbeitsschritt beim Zisterne Beton selber bauen.

  • Schalmontage: Die Innenschalung aus 18-mm-Schalungsplatten in Form einer Kiste mit den Abmessungen der Zisterner-Kammer bauen. Die Außenschalung sind vereinfacht die Aushubwände (bei standfestem Boden) oder zusätzliche Schalungsplatten. Abstand zwischen Innen- und Außenschalung = Wandstärke (mind. 15 cm).
  • Bewehrung: Zwischen den Schaltafeln senkrechtes Bewehrungsgitter + waagrechte Stäbe fi 8 mm alle 30 cm einlegen. An den Ecken die Bewehrung biegen – keine geraden Stäbe verbinden, da Ecken Spannungskonzentrationsstellen sind.
  • Rohrdurchführungen: Bevor mit dem Betonieren begonnen wird, Hülsen und Durchführungen für alle Rohre in die Wände einsetzen (Wasserzulauf, Überlauf, Saugrohr der Pumpe). Jede Hülse vor dem Betonieren mit Bentonitband umwickeln. Diese können nachträglich nicht eingesetzt werden – das Stemmen von Beton B50 W8 ist äußerst schwierig und zerstört die dichtende Struktur.
  • Betonieren der Wände: Beton in Schichten von max. 40–50 cm gießen und jede Schicht rütteln, bevor die nächste aufgebracht wird. Nicht alles auf einmal eingießen – die Betonmasse könnte zu stark gegen die Schalung drücken und diese ausdrücken. Bei einer 3.000-l-Zisterne erfolgen in der Regel 3–4 Einfüllvorgänge an einem Tag oder die Arbeit wird auf 2 Tage mit einer technologischen Pause verteilt (Pause = mind. 12 h, max. 24 h – danach muss die Pausenfläche angefeuchtet und grundiert werden).

Schritt 4 – Decke und Inspektionsschacht

Nach dem Ausschalen der Wandschalung (mindestens nach 3–4 Tagen nach dem Betonieren der Wände) kann mit der Decke begonnen werden.

Es gibt drei Optionen:

  • Option A – Monolithische Stahlbetonplatte (empfohlen)
  • Option B – Fertigteil-Betonplatte
  • Option C – Platte aus Stahlbetonhohlsteinen

Der Inspektionsschacht ist eine praktische Anforderung, keine Option. Mindestgröße 60×60 cm, mit Deckel mit Dichtung – ermöglicht Inspektion, Reinigung und Wartung der Pumpe.

Schritt 5 – Betonpflege

Beton B50 W8 benötigt feuchte Nachhärtung über mindestens 7 Tage. In der Praxis: Decke mit Baufolie abdecken und nicht austrocknen lassen. Die Innenwände können mit Wasser besprüht werden. Die Innenschalung frühestens nach 3–4 Tagen (Temperatur über 15 °C) oder 5–7 Tagen (Temperatur unter 15 °C) ausschalen.

Die volle Festigkeit erreicht der Beton nach 28 Tagen – die Zisterne nicht vor Ablauf dieser Zeit mit Wasser füllen. Vorzeitiges Befüllen verringert die endgültige Festigkeit und kann die Dichtheit beeinflussen.

Schritt 6 – Hydraulische Installation

Wenn der Beton vollständig ausgehärtet ist:

  • Zulaufrohr von der Dachrinne/Fallleitung tritt durch die Zisternenwand mit einem Vorfilter ein (Filterkorb oder Regenfilter) – hält Blätter, Sand und gröbere Verunreinigungen zurück.
  • Tauchpumpe an einem Seil oder Halterungen mindestens 10 cm über dem Boden aufgehängt – saugt keinen Bodensatz an. Daran die Nutzungsanlage anschließen (Garten, Toilette).
  • Notüberlauf – ein Rohr, das 10–15 cm unterhalb der Decke aus der Wand austritt und Überschusswasser in die Regenwasserkanalisation ableitet. Sein Durchmesser sollte mindestens dem des Zulaufrohrs entsprechen.
  • Belüftungsöffnung – mit einem Insektenschutznetz abgedeckt. Verhindert die Entstehung von Unterdruck beim Pumpen.

Schritt 7 – Dichtheitstest und Verfüllen der Zisterne

Vor dem Verfüllen die Zisterne vollständig mit Wasser füllen und 48 bis 72 Stunden beobachten. Prüfen:

  • ob der Wasserstand sinkt (Wasserverlust ohne Entnahme = Leckage),
  • ob an den Außenwänden der Zisterne Feuchtigkeitsflecken auftreten.

Wenn alles in Ordnung ist – kann verfüllt werden.

In Schichten von max. 20 cm verfüllen, jede Schicht von Hand oder mit einer Rüttelplatte verdichten. Keine Erde aus großer Höhe werfen – Schläge können frisch verlegte Rohre und Durchführungen beschädigen. Nach dem Verfüllen die Lage der Zisterne im Lageplan des Grundstücks vermerken und den Standort des Revisionsschachts auf dem Gelände markieren. Ziserne Beton selber bauen ist also nicht kompliziert, wenn man die genannten Schritte befolgt.

Fehler, die die Dichtheit der Zisterne ruinieren

Es lohnt sich zu wissen, wo die häufigsten Fehler gemacht werden beim Zisterne Beton selber bauen. Jeder einzelne von ihnen erfordert das Ausgraben und Reparieren. Fehlendes Rütteln des Betons ist der häufigste und schwerwiegendste Fehler. Beton ohne Rütteln hat Lufteinschlüsse von einem Millimeter bis zu einigen Zentimetern Größe – durch diese Hohlräume sickert Wasser sofort. Ein Betonrüttler ist keine Option, sondern eine Notwendigkeit. Zu viel Wasser in der Mischung: Die Zusammensetzung von B50 W8 ist auf Wasserundurchlässigkeit ausgelegt – das Hinzufügen von mehr Wasser als vom Hersteller empfohlen, senkt die Betonklasse und den W8-Wert. Streng nach den Anteilen auf dem Sack mischen.

Die Rolle der Abstandhalter

Weglassen der Abstandhalter unter dem Bewehrungsgitter: Bewehrung, die auf der Erde oder Schalung liegt, hat eine Betondeckung von null. Im Kontakt mit Wasser beginnt sie nach einigen Jahren zu korrodieren, und der wachsende Rost sprengt den Beton von innen. Fehlendes Bentonitband bei den Rohrdurchführungen: Jede Rohrdurchführung durch den Beton ist eine Lücke im Monolith. Das Bentonitband quillt beim Kontakt mit Wasser auf und dichtet den Spalt ab. Ohne dieses leckt die Stelle unabhängig von der Betonklasse. Verfüllen vor 28 Tagen Aushärtung: Der Erddruck auf nicht ausgehärteten Beton kann Mikrorisse in Spannungszonen verursachen. Volle 28 Tage abwarten.

Reinigung und Betrieb

Eine Betonzisterne muss alle 3 bis 5 Jahre gereinigt werden. Am Boden sammelt sich organischer Sedimentschlamm. Es reicht aus, das Wasser abzupumpen, durch den Revisionsschacht einzusteigen und den Schlamm mit einer Bürste und einem Eimer zu entfernen. Das Regenwasser aus der Betonzisterne ist nicht zum Trinken geeignet. Dies gilt unabhängig von der Betonklasse. Es kann zum Gießen, Toilettenspülen, Waschen (mit zusätzlichem Filter) und Fahrzeugwaschen verwendet werden. Beton B50 W8 verändert den pH-Wert des Wassers nicht wesentlich (neue Betonzisternen können in den ersten Wochen den pH-Wert erhöhen – die Zisterne vor der Inbetriebnahme durchspülen).

Betonzisterne selber bauen – DIY, aber mit sorgfältigem Ansatz

Eine Beton Regenwasserzisterne, gegossen aus B50 Wasserdicht W8, ist ein anspruchsvolles, aber vollständig selbst ausführbares Projekt.

Wichtigste Punkte, wenn man Betonzisterne selber bauen will:

  • Das Fassungsvermögen an die Dachfläche und den geplanten Verwendungszweck anpassen – für ein Einfamilienhaus sind 3.000 bis 5.000 l der optimale Bereich. Zisternen bis 10 m³ erfordern keine Genehmigung oder Meldung.
  • Ein Betonrüttler ist keine Option – ohne ihn wird die Zisterne nicht dicht sein.
  • Bentonitband an jeder Rohrdurchführung.
  • 28 Tage Aushärtung vor dem Verfüllen und Befüllen.

FAQ – Häufig gestellte Fragen zum Thema Zisterne Beton selber bauen

Verändert Beton den Geschmack des Regenwassers?

Eine neue Betonzisterne kann in den ersten 2 bis 4 Wochen den pH-Wert des Wassers leicht erhöhen – Beton gibt im Kontakt mit Wasser Kalk ab, der den pH-Wert in den alkalischen Bereich verschiebt (pH über 8). Wasser mit höherem pH-Wert hat einen leicht bitteren oder mineralischen Geschmack.

Die Lösung ist einfach: Vor der Inbetriebnahme die Zisterne 1 bis 2 Mal durchspülen – vollständig befüllen, 24 Stunden warten, alles abpumpen. Nach einem oder zwei Zyklen stabilisiert sich der pH-Wert auf dem normalen Niveau und das Wasser verliert den Geschmack. Zisternen aus Beton B50 W8 haben eine dichte, wenig saugende Struktur – das Auswaschen von Kalk lässt schneller nach als bei günstigeren Betonklassen.

Kann man das Wasser aus der Regenwasserzisterne trinken?

Nein – und diese Regel gilt für jede Regenwasserzisterne, unabhängig vom Material. Regenwasser, das vom Dach gesammelt wird, enthält biologische (Vogelkot, zersetzende Blätter, Pilzsporen), chemische (Staub, Abgase, Luftdünger) und mechanische (Staub, Sand, Bitumenteilchen von Dachabdeckungen) Verunreinigungen.

Eine Betonzisterne wie auch eine Kunststoffzisterne bereitet das Wasser nicht auf – sie speichert es lediglich. Für die Aufbereitung auf Trinkwasserqualität ist eine mehrstufige Filterung (mechanisch + Aktivkohle + UV) erforderlich, und das ist ein völlig anderes System, unabhängig von der Zisterne.
Sichere Anwendungen von Regenwasser ohne Aufbereitung: Gartenbewässerung, Toilettenspülung, Fahrzeugwäsche, Befüllung von Pools. Anwendungen, die eine zusätzliche Filterung erfordern: Wäsche waschen (Partikelfilter + UV), Gemüse waschen (Filter + UV).

Wie oft muss eine Betonzisterne gereinigt werden?

Bei normalem Betrieb – einmal alle 3 bis 5 Jahre. Am Boden der Zisterne sammelt sich organischer Schlamm: Blattpartikel, Algen, Schlamm. Solange der Vorfilter einwandfrei funktioniert und kein direktes Sonnenlicht in die Zisterne gelangt, bildet sich der Schlamm langsam und beeinflusst die Qualität des Bewässerungswassers nicht. Zeichen, dass es Zeit für eine Reinigung ist: das Wasser hat einen deutlichen Geruch, an den Zisternenwänden sind schleimige Beläge (Algen) sichtbar, die Pumpe verliert an Leistung (verstopfter Saugfilter).

Das Reinigungsverfahren ist einfach: Wasser bis auf die letzten Liter abpumpen, durch den Revisionsschacht einsteigen, den Schlamm mit einem Spachtel und einem Eimer aufnehmen, die Wände mit einem Wasserstrahl aus dem Schlauch abspülen. Beton B50 benötigt keine chemischen Reinigungsmittel – und diese sollten auch nicht verwendet werden, da Reste der Reinigungsmittel dann mit dem Wasser in den Garten gelangen. Einmal jährlich lohnt es sich auch, den Vorfilter am Zulaufrohr zu reinigen – der Filterkorb verstopft durch Blätter, und wenn er nicht gereinigt wird, hört das Wasser auf, in die Zisterne zu fließen, und beginnt über die Regenrinne daneben abzulaufen.

Muss die Zisterne im Winter gewartet werden?

Eine Untergrundszisterne unterhalb der Frostgrenze des Bodens (in Deutschland: 0,8 bis 1,2 m je nach Region) gefriert nicht – die Bodentemperatur auf dieser Tiefe hält sich das ganze Jahr über über 0 °C. Es besteht keine Notwendigkeit zur Winterung oder zur Absicherung der Zisterne. Wenn die Zisterne flach positioniert ist (Decke nahe an der Geländeoberfläche) und das Klima in der Region streng ist – kann sie nach der Saison entleert oder der Revisionsschacht mit zusätzlicher Dämmung gesichert werden. Zulaufrohre und oberirdisch verlegte Nutzungsinstallationen erfordern eine standardmäßige Frostsicherung – Dämmmanschetten oder Entleeren vor dem Winter.

Wird für eine Betonzisterne eine Pumpe benötigt?

Ja, wenn die Zisterne unterirdisch ist. Die Schwerkraftentnahme aus einer unterirdischen Zisterne ist nur möglich, wenn die Entnahmestelle (Hahn, Schlauch) deutlich unterhalb des Zisternenbodens liegt – was bei einer Bodenmontage praktisch unmöglich ist. Die gebräuchlichste Lösung ist eine Tauchpumpe, die in der Zisterne an einem Seil oder Stahlhalterungen aufgehängt ist – sie wird über ein einrohiges System an die Garten- oder Hausanlage angeschlossen. Einfacher und günstiger sind Tauchpumpen mit Handschalter (für den Gartenschlauch), teurer – Druckerhöhungsanlagen mit automatischem Druck (für Toilettenspülung und Waschmaschinen). Die Pumpe mindestens 10 cm über dem Boden positionieren – dann saugt sie keinen Bodensatz an.