Wenn Millimeter entscheidend sind: Architekturtreppe aus PROMOTOR Beton
Im Jahr 2025 entstand in Warschau ein Projekt, das weit über das herkömmliche Verständnis einer „Treppe“ hinausgeht. Es handelt sich um eine Bogentreppe mit dem Charakter einer architektonischen Skulptur, die in einem gemischt genutzten Gebäude realisiert wurde (Gewerbeflächen im Erdgeschoss, Wohneinheit im Obergeschoss).
Für Entwurf und Ausführung war Herr Mariusz Kieraga von der 1Qm Sp. z o.o. verantwortlich. Das Material, das die erforderliche Wiederholbarkeit und Qualität ermöglichte, war der Sackbeton PROMOTOR B-30.
Den Anstoß zur Entstehung der Treppe gab ein Gespräch zwischen dem Investor und dem Ausführenden, bei dem nach einer einzigartigen, unverwechselbaren Lösung mit einem „Wow-Effekt“ gesucht wurde. Der Investor – im Privaten ein Freund des Ausführenden – ließ sich von einem parabolischen Bogen inspirieren, den er in der peruanischen Stadt Tacna gesehen hatte, und fertigte eine handgezeichnete Konzeptskizze geneigter Parabeln als Treppenstufen an. Der Ausführende überarbeitete das Konzept: hin zu Wellenformen ohne Stützen, nicht als ein einziger Körper, sondern als separate, nicht berührende Elemente – und erarbeitete anschließend den technischen Entwurf passend zum Bauprojekt. In der Praxis wäre die Entstehung dieser drei Meter hohen Treppe jedoch ohne konsequente Detailgenauigkeit und technologische Disziplin nicht möglich gewesen.

| Parameter | Wert |
|---|---|
| Standort | Warschau (Ausführung 2025) |
| Objekt | Gemischt genutztes Gebäude (EG: Gewerbe, OG: Wohnung) |
| Ausführender | 1Qm – Mariusz Kieraga |
| Material | Beton PROMOTOR B-30 (Sackware) |
| Arbeitsdauer | 30 Arbeitstage × ca. 8 Stunden |
| Ausführungszeitraum | August (Bedingungen: heiß, schwül, feucht) |
| Betonverbrauch | ca. 110 Säcke |
| Oberfläche (aktuell) | Grauer Zementspachtel |
| Oberfläche (geplant) | Weiße Harzfarbe nach Abschluss der Bauarbeiten |

Die Herausforderung: Millimeter, Wiederholbarkeit und Baustellenlogistik
Bei dieser Realisierung waren drei Elemente von entscheidender Bedeutung: Maßgenauigkeit von 2-3 mm Jede Stufe und jeder Bogen mussten sich zu einer einzigen, stimmigen Geometrie zusammenfügen. In der Praxis bedeutete dies eine Maßkontrolle im Millimeterbereich, da selbst kleinste Abweichungen sich im Bogen aufsummieren und das finale visuelle Erscheinungsbild sowie die Montage beeinflussen. Hier war kein Platz für Fehler oder Kompromisse.
Wiederholbarkeit des Materials Die Treppe besteht aus zahlreichen Elementen, die in Etappen gefertigt wurden. Um einen einheitlichen Effekt und eine gleichbleibende Qualität zu gewährleisten, muss sich der Beton im Laufe der Zeit vorhersehbar verhalten – sowohl beim Einbringen als auch nach dem Abbinden. Für den Ausführenden war es daher entscheidend, einen Beton mit hoher Qualität zu finden, die in jeder Verpackungseinheit reproduzierbar ist.
Montage unter Baubedingungen ohne Dachkonstruktion Die Treppe wurde in einer Bauphase montiert, in der das Gebäude noch kein Dach besaß. Aus logistischer Sicht bedeutete dies die Notwendigkeit, Elemente zu transportieren (z. B. mithilfe eines Minibaukrans) und die Arbeiten unter Bedingungen durchzuführen, die keinerlei Improvisation erlauben.
Die Testphase: Warum die Wahl auf PROMOTOR-Beton fiel
Bevor mit der Herstellung der eigentlichen Elemente begonnen wurde, führte man eine Reihe von Versuchen mit anderen Mischungen durch. Wie der Ausführende einräumte, war es keineswegs einfach, den idealen Beton für dieses Projekt zu finden. Zuvor wurden 6 andere Betone getestet (an kleinen Probekörpern). Die Mischungen erfüllten die Erwartungen hauptsächlich hinsichtlich Wiederholbarkeit und der Qualität des erzielten Ergebnisses nicht. Erst nach dem Griff zum PROMOTOR-Beton kam der Ausführende zu dem Schluss, dass das Material den Anforderungen des Projekts entspricht.
Praktische Schlussfolgerung
Bei Projekten, bei denen „jeder Millimeter zählt“, ist die Vorhersehbarkeit des Mischungsverhaltens und die Reproduzierbarkeit der Ergebnisse bei aufeinanderfolgenden Elementen ebenso wichtig wie die deklarierte Betonklasse.
Der Herstellungsprozess – Technologie Schritt für Schritt
Der Entstehungsprozess dieser Treppe war mühsam und komplex, jedoch bis ins kleinste Detail durchdacht und geplant. Der Ausführende ging das Projekt äußerst gewissenhaft an. Wie sah die Vorbereitung dieser atemberaubenden Treppe aus?
PHASE I: Entwurf und Vorbereitung des Arbeitsplatzes
Zunächst wurde ein Entwurf erstellt (Geometrie, Elementaufteilung, Montagelogistik). Anschließend bauten die Ausführenden einen speziellen Arbeitstisch aus OSB und Sperrholz, der es ermöglichte, konstante Referenzpunkte beizubehalten, wiederholbar an den Schalungen zu arbeiten und die Maße während der Elementproduktion zu kontrollieren.
PHASE II: Bewehrung – manuelles Biegen und Anpassen
Die Bewehrungen wurden von zwei Personen manuell mit Unterstützung einer Biegemaschine gebogen. Dies war die sinnvollste und sicherste Lösung. Warum? Weil bei Bögen die Präzision und Konsequenz in der Bewehrung das geometrische Verhalten der Stufe, die Stabilität des Elements beim Transport und bei der Montage sowie die finale Passgenauigkeit in den Wänden beeinflusst.
PHASE III: Schalungen, Betonieren und Maßkontrolle
Am Tisch wurden Schalungen vorbereitet, in die die Bewehrungen eingelegt und anschließend mit fertigem PROMOTOR-Beton ausgegossen wurden. In dieser Phase war die Einhaltung von Toleranzen im Bereich von 2-4 mm entscheidend. Auch wenn diese Zahlen klein erscheinen mögen – hier zählte buchstäblich jeder Millimeter.
PHASE IV: Aushärten der Elemente in der Schalung
Die fertigen Stufen verblieben zum Trocknen und Abbinden in den Schalungen. Erst nach Erreichen der erforderlichen Stabilität folgte die Montagephase. Es ist sehr wichtig, der Konstruktion eine Ruhepause zu gönnen – bekanntlich benötigt Beton bis zu 30 Tage zum vollständigen Trocknen und Abbinden. Glücklicherweise fanden die Arbeiten im Sommer statt, wo die Bedingungen sehr günstig waren – für den Beton, wohlgemerkt, nicht für die Arbeiter.
PHASE V: Montage im Objekt
Die Montage erfolgte in den Wänden während der Bauphase, als das Gebäude noch kein Dach besaß. Dies war – wie bereits erwähnt – eine entscheidende Voraussetzung für den logistischen Erfolg (Transport der Elemente und Positionierung an der Zielposition).

Oberfläche: aktueller Zustand und finales Erscheinungsbild
Derzeit sind die Treppen mit einem schneeweiß getönten Zementspachtel versehen. Nach Abschluss der Renovierungs- und Bauarbeiten soll die Oberfläche mit weißer Harzfarbe beschichtet werden. Dieses schrittweise Vorgehen ist bei laufenden Bauprojekten praktisch: Es ermöglicht, das Element laufend zu schützen und ästhetisch abzuschließen, während die finale Schicht zu einem Zeitpunkt aufgetragen wird, an dem das Risiko von Verschmutzungen und Bauschäden bereits minimal ist.
Das Endergebnis: die Treppe als funktionale Skulptur
Das Ergebnis ist eine Konstruktion mit einer starken architektonischen Identität: Bogen, Rhythmus, Licht und Schatten erzeugen den Eindruck von Leichtigkeit – obwohl wir von Beton sprechen. Bei solchen Projekten muss das Material gemeinsam mit der Ausführungstechnologie „arbeiten“: Die Wiederholbarkeit der Mischung, die Maßkontrolle sowie die prozessuale Konsequenz wirken sich unmittelbar auf den finalen Premium-Eindruck aus.
Sehen Sie das Interview mit dem Generalausführenden der Treppe
Der Projektausführende – 1QM Mariusz Kieraga
1QM – Mariusz Kieraga ist ein Ausführender, der seine Bereitschaft erklärt, ähnliche Treppen für weitere Investoren zu realisieren. Der derzeit bevorzugte Arbeitsbereich ist Warschau und Umgebung, was die Logistik und Qualitätskontrolle bei Projekten mit hohen Präzisionsanforderungen erleichtert.
Wir empfehlen, mit dem Unternehmen von Herrn Mariusz Kontakt aufzunehmen: biuro@1qm.pl
Wenn Sie ein Projekt realisieren, bei dem:
• Wiederholbarkeit und Vorhersehbarkeit des Materials entscheidend sind,
• Sie an etappenweise gefertigten Elementen arbeiten,
• Sie eine hohe Qualität über die gesamte Serie hinweg aufrechterhalten müssen, sollten Sie PROMOTOR B-30 Beton als technologische Grundlage in Betracht ziehen.
Bei Projekten dieser Art sind „Parameter in der Praxis“ ebenso wichtig wie Katalogdaten – und dieses Projekt ist ein anschauliches Beispiel dafür, wie ein stabiles Material den Ausführenden bei der Arbeit mit Millimetertoleranzen unterstützt.

| Parameter | Wert |
|---|---|
| Beton | B30 |
| Haftfestigkeit | ≥ 0,8 MPa * |
| Brandverhalten | A1 |
| Verarbeitungszeit | ca. 0,5 – 1 Std. ** |
| Verbrauch | ca. 20 kg/m²/10 mm |
| Ergiebigkeit | ca. 12,5 l Fertigmörtel/Sack |
| Wassermenge | 2,6 l / 25 kg |
| Druckfestigkeit | ≥ 30 MPa |
| Verpackung | Sack 25 kg |
| Lagerung | Bis zu 6 Monate an einem trockenen Ort, in original unversehrten Verpackungen. |
| Warnhinweise | Augen und Haut schützen. Produkt enthält Portlandzement. Bei Augenkontakt sofort einen Arzt aufsuchen. Das Tragen von Schutzkleidung wird empfohlen. |
